Ordnung Grimmiales

Hierbei handelt es sich meist um ziemlich ausdauernde und robuste Gesteinsmoose. Meist bilden sie kompakte Polster, es gibt aber auch Arten bei denen der Übergang zu Pleurokarpie erkennbar ist, und die niederliegende bis aufsteigende, kurze Stämmchen bilden. Sie kommen vor allem auf sehr hellen, offenen Standorten vor. In den Tropen gibt es sie nur im Hochgebirge. Viele Arten können lange und extreme Trockenheit vertragen, ohne abzusterben.

Die einzige Familie sind die namensgebenden Grimmiaceae. Manchmal werden auch die Ptychomitriaceae in diese Ordnung gestellt. Hier sind sie allerdings bei den Bryales.

Grimmiaceae

Die Blättchen sind oval oder lanzettlich und gehen häufig in eine lang ausgezogene, chlorophyllfreie und deshalb glasartige Spitze über. Eine Blattrippe existiert stets. Sie endet in der Blattspitze. Die Zellen der Blattfläche sind meist rundlich. Die Art-Unterscheidung erfolgt bei den meisten Arten an der Ausbildung der Blätter.

Die Kapsel ist eiförmig oder zylindrisch. Meist existieren 16 gut ausgebildete Peristomzähne.

Hierher gehören beispielsweise die häufigen Arten Grimmia pulvinata und Schistidium apocarpum, und die Gattung Racomitrium. Eine Mittelstellung nimmt die eher seltene Art Dryptodon patens ein.

by Michael Becker, 6/2000. Letzte Änderung: 4/2002.