Ordnung Fissidentales

Diese Ordnung besteht im wesentlichen (nur?) aus der ca. 1000 Arten enthaltenden Familie Fissidentaceae. Diese sind meist recht gut an ihrer zweizeiligen Beblätterung zu erkennen. Sie wachsen nämlich, außer in ihrer Jugend, nicht wie die anderen Laubmoose mit einer dreischneidigen Scheitelzelle, sondern mit einer zweischeiteligen. Die eigentliche Blattfläche ist kahnförmig nach vorne zusammengeklappt. Aus dem Rücken wächst allerdings ein blattflächenähnlicher Flügel, der meist größer oder genauso groß wie das eigentliche Blatt ist. Der Vorderrand des Blattes umfaßt den Stengel und den Blattflügel des nächsten Blattes. Die Zellen der Blattfläche sind meist rundlich oder sechseckig. Häufig gibt es am Blattrand einen Saum aus langen, schmalen Zellen. Abgesehen von diesen Merkmalen sind die Moose sehr verschiedengestaltig.

Das Peristom besteht bei den Moosen dieser Ordnung aus einer Reihe von 16 gespaltenen Zähnen. Allerdings findet man fruchtende Pflanzen ziemlich selten. Es gibt gipfelfrüchtige, aber auch seitenfrüchtige Arten.

Die Mehrzahl der Arten liebt Wärme und Feuchtigkeit. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt folgerichtig in den Tropen.

Aus der Gattung Fissidens werden hier zwei Arten vorgestellt.

by Michael Becker, 6/2000. Letzte Änderung: 11/2000.