Thamnobryum alopecurum (Hedw.) Nieuwl.

Thamnobryum alopecurum

Thamnobryum alopecurum aus dem Eistobel in der Nähe von Isny im Westallgäu.

Familie: Thamnobryaceae, Ordnung: Neckerales

Hierbei handelt es sich sicherlich um eines der auffälligsten einheimischen Moose. Der schwer zu entdeckende Hauptspross kriecht über den Boden. Die davon aufsteigenden Äste sind meist ca. knapp 10cm hoch, manchmal sogar noch größer, und deutlich bäumchenförmig verzweigt. Der Hauptspross und der untere, unverzweigte Teil der Äste sind nur mit Schuppenblättern bedeckt. Die oberen, verzweigten Äste liegen alle in einer Ebene. Es handelt sich allerdings um eine relativ variable Art, die an untypischen Standorten auch abweichende Wuchsformen annehmen kann.

Die Blätter selber dagegen stehen bei dieser Art an allen Seiten der Ästchen. Sie sind länglich eiförmig, mit einer grob gesägten Spitze. Die Blattrippe ist recht kräftig und reicht bis kurz vor die Blattspitze. Die Zellen sind rundlich, am Blattgrund etwas länger.

Thamnobryum alopecurum wächst an Felsen in schattigen und feuchten Schluchten, gerne in der Nähe von Bächen unter Laubbäumen. An solchen Standorten bildet es oft ausgedehnte Bestände. Die tief dunkelgrünen Pflanzen wachsen in lockeren und hohen Rasen, die wegen der bäumchenförmigen Verzweigungsform tatsächlich wie kleine Wäldchen aussehen.

Die Art kommt in ganz Europa vor. In Deutschland ist sie in den Gebirgen nicht selten. In der norddeutschen Tiefebene kommt sie nur ziemlich selten vor.

Blatt von Thamnobryum alopecurum

Blatt von Thamnobryum alopecurum.

by Michael Becker, 8/2001. Letzte Änderung: 2/2002.