Plagiothecium

Familie: Plagiotheciaceae, Ordnung: Hypnales

Bei der Gattung Plagiothecium handelt es sich um einen ziemlich arten- und formenreichen Verwandtschaftskreis. Innerhalb der Familie zeichnen sich die Pflanzen der Gattung durch ganzrandige (oder höchstens an der Spitze leicht gezähnelte) Blätter aus, welche zudem meist deutlich unsymmetrisch sind, und deren Flügel noch ein ganzes Stück am Stämmchen hinablaufen. Häufig sind die Blätter hohl.

Blattflügel von Plagiothecium undulatum

Blattflügel von Plagiothecium undulatum. Der dunkle Teil unten ist das Stämmchen. Nach rechts oben weggehend ist ein Blattansatz zu sehen. Davor der 2-3 Zellreihen dicke Blattflügel.

Weltweit gibt es gut Hundert Arten, welche vor allem in den gemäßigten Breiten vorkommen. In Europa sind es 13.

Plagiothecium nemorale (Mitt.) Jaeg.

Plagiothecium nemorale ist ein recht verbreitetes Moos, welches an feuchten Stellen auf Waldboden, an Wegböschungen, oder an feuchten Felsen vorkommt. Von den meisten anderen häufigen Moosarten kann man es durch seine verflachte Beblätterung unterscheiden. Von einigen anderen Plagiothecium- Arten ist es aber nur sehr schwer zu unterscheiden.

Plagiothecium nemorale

Plagiothecium nemorale.

Plagiothecium undulatum (Hedw.) BSG

Plagiothecium undulatum

Plagiothecium undulatum am Karren (in der Nähe von Dornbirn beim Bodensee).

Dies ist eine der wenigen Plagiothecium-Arten, die auch mit bloßem Auge immer ohne Probleme zu erkenne ist: Es handelt sich um ausgesprochen große, bis 15cm lange Pflanzen von gelblichgrüner bis blaßgrüner Färbung. Die Blätter sind, wie der Name schon sagt, deutlich quergewellt.

Die Blätter sind mehr oder weniger symmetrisch. Die doppelte Blattrippe ist sehr kurz. Die Blattflügel laufen deutlich, aber sehr schmal am Stämmchen herab (s. das Bild weiter oben).

Die Art kommt in den Gebieten mit ozeanisch geprägten Klimata in Europa, Vorderasien und Nordamerika vor. Sie wächst vor allem auf saurem, kalkfreiem Waldboden oder ähnlichen feuchten Standorten und ist auch in Deutschland nicht besonders selten.

by Michael Becker, 8/2000. Letzte Änderung: 2/2002.