Lepidozia reptans

Ein Lepidozia reptans Pflänzchen aus einem Wald südlich des Drachenfels im Siebengebirge bei Bonn. Als Größenvergleich liegt daneben ein Streichholz. Beides liegt auf einem Blatt Papier.

Lepidozia reptans (L.)Dum.

Familie: Lepidoziaceae, Ordnung: Jungermanniales

Bei den Arten der Gattung Lepidozia handelt es sich um mehr oder weniger regelmäßig gefiederte, niederliegende Moose. Die Seitenäste entspringen auf der Unterseite der Stämmchen (ventral). In Europa kommen drei Arten dieser hauptsächlich tropischen Gattung vor, zwei davon sind ozeanisch verbreitet, die dritte ist diese hier: Lepidozia reptans.

Lepidozia reptans bildet flache Überzüge vor allem auf morschem Holz, aber auch auf humoser Erde oder Torf. Es ist in Wäldern ein recht häufiges, aber auch recht unauffälliges Moos. Es ist zirkumboreal verbreitet und geht ziemlich weit nach Norden. Im Mittelmeergebiet dagegen findet man es nur selten.

Die Pflänzchen sind ca. 1-2mm breit. Die Flankenblätter sind drei- oder vierlappig, und zwar ungefähr bis zur Hälfte eingeschnitten. Sie sind ca. doppelt so breit wie das Stämmchen und relativ dicht gestellt. Auch die Unterblätter haben vier spitze Lappen. Die Zellecken zwischen den Blattzellen sind nur wenig oder gar nicht verdickt. Die Zellen enthalten viele (10-15) Ölkörper. Die Hüllblätter der weiblichen Perianthien sind viel größer als die Flankenblätter, und haben an ihrer Spitze 2-5 kurze Zähne.

by Michael Becker, 7/2000. Letzte Änderung: 7/2000.