Grimmia pulvinata

Grimmia pulvinata auf einer Betonmauer in Bonn.

Grimmia pulvinata (Hedw.) Sm.

Familie: Grimmiaceae; Ordnung: Grimmiales

Die weltweit verbreitete Gattung Grimmia besteht aus rund 150 Arten, von denen in Europa rund 30 vorkommen. Sie ist damit die artenreichste der Familie. Die Pflanzen bilden alle dichte, kissenförmige Polster aus kurzen, aufrechten Stämmchen. Sie wachsen häufig an lichtstarken, exponierten Standorten auf Fels. Einige Arten ertragen extreme Trockenheit. In den Gebirgen steigen Grimmia-Arten bis an die Grenzen pflanzlichen Lebens auf.

Die Blätter sind immer lanzettlich. Meist haben sie eine hyaline Spitze oder ein Glashaar. Die oberen Laminazellen sind rundlich quadratisch, die unteren verlängert rechteckig. Im Gegensatz zu den Gattungen Racomitrium und Dryptodon sind die Zellwände aber niemals stacheldrahtartig verdickt. Oft ist die Blattspreite im oberen Teil zweizellschichtig.

Die Kapseln sind auf kurzem, manchmal geraden, manchmal gekrümmten Stiel über die Polster gehoben. Ihre Kalyptra ist kappenförmig.

Grimmia pulvinata ist eines der häufigsten Moose in Innenstädten. Es bewächst dort in kompakten, schwärzlich-grünen bis gräulichen Polstern Mauern, und ist praktisch überall ohne Probleme zu finden. Aber auch außerhalb von Städten kommt es sehr häufig auf sonnigen Felsen vor. Es bevorzugt basisches Gestein, beispielweise Zement oder Beton.

Die lanzettlichen Blätter laufen in eine lange glasklare Spitze aus, die auch mit bloßem Auge gut zu erkennen ist, und die den Moospolstern ihr charakteristisches gräuliches Aussehen gibt.

by Michael Becker, 6/2000. Letzte Änderung: 4/2002.