Funaria hygrometrica mit feuchten Kapseln

Funaria hygrometrica auf der Erde neben einem Weg in Schwarzrheindorf bei Bonn.

Funaria hygrometrica Hedw.

Familie: Funariaceae, Ordnung: Funariales

Dieses Moos kommt häufig als einer der ersten Besiedler von Ruderalflächen vor. Besonders gern wächst es auch auf alten Brandstellen. In südlichen Ländern kann es nach einem Waldbrand den ganzen Boden mit seinen Kapseln gelb und rot färben. Gerne wächst es auch auf stickstoffreichen Böden, z.B. in Städten.

In vegetativer Form ist es recht variabel. Es kann einige Millimeter bis 2cm hoch sein. Es kann in kompakten Polstern wie auf dem Bild, aber auch mehr oder weniger vereinzelt wachsen. Die Blätter sind breit eiförmig. Die Blattzellen sind auffällig groß und weitlumig sechseckig. Die Blattrippe reicht bis kurz vor die Blattspitze.

Gut zu erkennen ist es aber immer an seinen Kapseln. Und die bildet es häufig. Die Kapseln sind dick birnenförmig und gebogen. Der Kapselstiel ist in trockenem Zustand verbogen oder verdreht. (Zumindest das letztere ist auf dem Bild oben recht schön zu erkennen.) Daher kommt übrigens auch der Name: Der Kapselstiel ist hygrometrisch. Die Kapseln sind im reifen Zustand gelb oder dunkel-braunrot wie im Bild.

Funaria hygrometrica

Ein Funaria-Polster, welches -recht untypisch- auf einem Betonsockel einer Oberleitung der Bahn in der Nähe von Siegburg wuchs.

by Michael Becker, 7/2000. Letzte Änderung: 3/2004.