Diplophyllum albicans (L.)Dum.

Diplophyllum albicans (Habitus)

Diplophyllum albicans am Fuße der Tomburg auf dem Tomberg in der Nähe von Rheinbach. Es wuchs dort auf der Erdböschung über einem Bach.

Familie: Scapaniaceae Ordnung: Jungermanniales

Bei den Vertretern der Gattung Diplophyllum handelt es sich um typische Scapaniaceen: Die Flankenblätter sind in zwei Lappen geteilt. Der Oberlappen ist deutlich kleiner, als der Unterlappen.

Im Gegensatz zu den Flankenblättern der Pflanzen der Gattung Scapania sind die Blattunterlappen hier schmal und lang: Meist ca. 3mal so lang wie breit. Wie bei Scapania sind die Lappen vorne abgerundet oder doch zumindest nicht deutlich zugespitzt. Die beiden Lappen liegen nicht parallel, sondern der kleinere Oberlappen bildet einen spitzeren Winkel zum Stämmchen als der Unterlappen.

In Europa ist die aus rund 20 Arten bestehende und auf der ganzen Welt verbreitete Gattung mit lediglich 4 Arten vertreten.

Diplophyllum albicans ist von diesen in Deutschland die häufigste. Sie ist unter dem Mikroskop (oder sogar mit der Lupe) an einem sehr auffälligen Merkmal leicht zu erkennen: Ihre Flankenblätter besitzen einen Streifen als helleren, gestreckten (3-8mal so langen wie breiten) Zellen, ähnlich einer Blattrippe. Dieser Streifen ist auf dem Bild unten auch gut zu erkennen.

Diplophyllum albicans kommt auf der ganzen Nordhemisphäre unterschiedlichen kalkfreien Standorten (auf Felsen und auf Erde) vor.

Diplyphyllum albicans (unter dem Mikroskop)

Stämmchen von Diplophyllum albicans. Gut zu erkennen ist die rippenähnliche Struktur in der Mitte der Flankenblätter.

by Michael Becker, 2/2001. Letzte Änderung: 2/2001.