Cinclidotus

Familie: Cinclidotaceae; Ordnung: Pottiales

Da Cinclidotus die einzige Gattung der Familie ist, kann man einen Teil ihrer Merkmale ebenda nachlesen. Nachtragen kann man noch, daß es sich hierbei meist um kalkliebende Moose handelt. Die meisten wachsen vor allem im Flachland in der Nähe der großen Ströme.

Von der Blätter sind meist breitlanzettlich. Eine Blattrippe existiert und reicht bis in die Blattspitze, oder tritt sogar kurz als kleine Spitze aus. Am Blattrand befindet sich häufig ein Saum aus zwei Schichten von Blattzellen.

Cinclidotus riparius (Web. & Mohr)

Cinclidotus riparius in trockenem Zustand

Cinclidotus riparius in trockenem Zustand auf einem Basalblock am Rheinufer bei Bonn. (Auch bei schwächerer Kompression des jpg-Bildes ist nicht mehr zu erkennen.) Das Moos sieht tot und verwurstelt aus.

Für diese Moos wird auch häufig das Synonym Cinclidotus nigricans verwendet.

Diese Art hat zungenförmige Blätter, die ungefähr in der Mitte am breitesten sind. (Bei vielen anderen Arten der Gattung sind die Blätter am Grunde am breitesten und werden dann nach oben hin allmählich schmaler.) Die Blattzellen sind nur schwach papillös.

Das 3-5cm lange Moos bildet vor allem auf den Steinblöcken, mit denen die großen Flüsse in Mittel- und Westeuropa eingefaßt sind, relativ kompakte, in feuchten Zustand dunkelgrüne, in trockenem Zustand schwärzliche Polster. Ab und zu wächst es wohl auch an Baumbasen.

Cinclidotus riparius in nassem Zustand

Cinclidotus riparius in feuchtem Zustand auf einem Basaltblock am Rheinufer bei Bonn.

by Michael Becker, 10/2000. Letzte Änderung: 4/2001.