Barbula

Familie: Pottiaceae; Ordnung: Pottiales

Diese große Gattung, deren Vertreter auf der ganzen Welt, vorzugsweise aber in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel, verbreitet sind, umfaßt ca. 300 Arten. Häufig wird sie allerdings auch in mehrere kleinere Gattungen unterteilt, so daß man bei ihr auch von einer sog. Sammelgattung sprechen kann. Unterscheidungsmerkmale sind dann die Ausbildung der Perichaetialblätter und des Peristoms.

Es handelt sich um Moose, die auf Erde oder Gestein niedrige Polster bilden und relativ wenig auffallende Merkmale haben: Ihre Blätter sind lanzettlich bis zungenförmig. Die Blattrippe endet in der Blattspitze oder tritt kurz aus. Jedenfalls bildet sie kein langes Glashaar.

Die Blattzellen in der oberen Blatthälfte sind rundlich und papillös, in der unteren rechteckig und gelblich oder rötlich (und nicht wie bei vielen anderen Arten der Familie wasserhell). Häufig ist der Blattrand in die eine oder andere Richtung umgerollt.

Barbula convoluta Hedw.

Dies ist vermutlich die häufigste Art der Gattung. Sie bildet niedrige, meist knapp 1cm hohe Polster auf sandigen Böden. In Pflasterritzen, an Wegrändern, am Grunde von Mauern kommt diese Art bis in die Innenstädte vor. Oft ist sie mit Ceratodon purpureus vergesellschaftet. Manchmal ist sie an ihrer auffällig gelbgrünen Färbung aber ganz gut zu erkennen. Sie ist kosmopolitisch.

Barbula convoluta

Ein Barbula-Polster in Pflasterritzen auf einem Spielplatz in Schwarzrheindorf bei Bonn.

by Michael Becker, 10/2000. Letzte Änderung: 10/2000.