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Kalsoy und Kunoy

Diese beiden langgestreckten Inseln liegen nebeneinander im Norden der Färöer. Die Namen Kalsoy und Kunoy bedeuten "Mannsinsel" und "Fraueninsel", denn Kunoy ist ein bißchen kürzer und runder als Kalsoy. Natürlich möchte ich die beiden auch hier nicht voneinander trennen.

Beide Inseln sind zum größten Teil völlig unbegehbar. Kunoy ist seit 1987 durch einen Damm mit Borðoy verbunden.

Kunoy hat eine Fläche von 36mk2. Es gibt dort zwei Dörfer, die beide im Süden der Insel in die steilen Hänge gebaut sind: Haraldssund und Kunoy. Zusammen haben sie ca. 125 Einwohner. In Kunoy gibt es eine Kirche von1867. Besonders eindrucksvoll sieht die Ortschaft jedoch von der Fähre nach Kalsoy aus. 6km weiter im Norden liegt noch die Ortschaft Skarð, die 1913 verlassen wurde, nachdem zu viele Männer beim Fischfang umgekommen waren. In Skarð gibt es eine Schutzhütte. Der Rest der Insel ist unzugänglich. Im Norden schließt die Insel mit dem 819m hohen Kap Kunoy ab, welches damit eine der höchsten Klippen der Welt ist. Es ist hinten auf i-vidar.jpg zu sehen.

Kalsoy dagegen ist nur mit Hilfe des Versorgungsbootes Baujahr 1928 von Klaksvik aus zu erreichen. Die relativ ruhige Überfahrt von Klaksvik nach Husar dauert ca. 30min. Der Ort Syðradalur, der in den Fahrplänen steht, wird vermutlich nur auf Verlangen angefahren.

Auf Kalsoy gibt es eine Straße, die die Insel einmal längs an der Ostseite durchläuft und zu großen Teilen unter der Erde verläuft. Da es aber kaum Autos auf der Insel gibt, werden die Ausweichbuchten in den teilweise nicht einmal asphaltierten Tunnels als Abstellplätze für Baumaschinen etc. verwendet. Ein Kleinbus verbindet die vier Ortschaften Syðradalur, Husar, Mikladalur und Trøllanes. Die beiden letzten liegen im Norden der Insel und haben zusammen eine Bevölkerung von ca. 80 Menschen. In den beiden ersten wohnen ca. 50 Leute.

Zwischen Mikladalur und Trøllanes ist auf der Karte ein Weg eingezeichnet. Dieser sollte jedoch wegen Steinschlaggefahr nicht begangen werden. Von Trøllanes aus kann man sehr bequem die Nordspitze von Kalsoy erreichen. Vom dortigen Leuchtturm hat man eine grandiose Sicht in alle Richtungen (wenn das Wetter mitspielt): Im Osten blickt man auf Kap Kunoy und den Enniberg auf Viðoy. Im Westen kann man die Ortschaft Gjogv und die felsige Nordküste von Eysturoy sehen, und sogar die beiden Felsnadeln Risin und Kellingin erahnen.

An der Südspitze der Inseln gibt es die anfang des 19. Jh. durch eine Steinlawine zerstörte Ortschaft Blankskali, dessen Bewohner Syðradalur gegründet haben. Der Ort kann heutzutage nicht mehr erreicht werden.

Die Westseite der Insel ist unzugänglich.


Homepage     Färöer(Titelseite)     Inselbeschreibungen(Index) by Michael Becker, 4/1998. Letzte Änderung: 12/1998.