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Borðoy

Borðoy ist mit 95km2 die größte der Nordinseln. Hier befinden sich auch die meisten Ortschaften, darunter auch die Hauptstadt der Nordinseln und zweitgrößte Stadt der Färöer: Klaksvik. Die Insel ist durch Dämme mit Kunoy und Viðoy verbunden.


Klaksvik

Blick über das winterliche Klaksvik

Klaksvik ist mit ca. 5000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Föröer. Sie liegt eingebettet in eine Bucht zwischen hohen Bergen. Bis 1838 gab es hier nur vier Gehöfte. Dann eröffnete das Handelsmonopol hier eine Zweigstelle. Bis 1900 war der Ort auf ca. 700 Einwohner gewachsen. 1908 wurde er eine eigenständige Gemeinde. Nachdem Klaksvik 1910 als Überwinterungsbucht für Schiffe anerkannt wurde und 1931 ein Wasserkraftwerk in Strond in der Nähe seine Arbeit aufgenommen hatte, wuchs Klaksvik weiter und ist heute der größte Industriestandort der Färöer. (Mit Industrie ist hier im wesentlichen Fischindustrie gemeint.) So gibt es hier heute eine der modernsten Fischfabriken der Färöer.

Klaksvik eignet sich ausgezeichnet als Ausgangspunkt für einen Besuch der Nordinseln. Alle Orte sind sind von dort innerhalb eines Tages zu erreichen. Klaksvik selber erreicht man von den Hauptinseln aus mit der Fähre von Leirvik, welche ca. 10 mal am Tag fährt und 30min unterwegs ist.

In Klaksvik steht eine der größten und modernsten Kirchen der Färöer, die "Christianskirche". Sie wurde vom dänischen Architekten Peter Koch geplant und 1963 eingeweiht. Die Form soll an die unvollendete Kathedrale in Kirkjubøur erinnern. Als Taufbecken dient eine mehr als 400 Jahre alte dänische Opferschale. Im Kirchenschiff hängt das Boot, mit dem der Pfarrer der Nordinseln bis Anfang des Jahrhunderts herumreiste.

In Klaksvik befindet sich außerdem die einzige Kneipe der Färöer, die Roykstovan (Räucherstube). Es ist die einzige Gaststätte auf den Färöern, in der Bier vom Faß ausgeschenkt wird. Ebenfalls hier befindet sich die größte Brauerei der Färöer. Sie stellt das "Føroya Bjor" her.

Das Bild zeigt Klaksvik. Die Insel in der Mitte hinten ist Kunoy.

Klaksvik

Unweit von Klaksvik im Gebirge befindet sich der Thingplatz der Nordinseln, wo man noch die Steine bewundern kann, auf denen die Leute damals gesessen haben. Ich selber habe den Platz allerdings wegen so dichten Nebels, wie ich ihn noch nie irgendwo erlebt habe, nicht gefunden und war froh, daß ich heil wieder von den Bergen heruntergekommen bin.


Arnafjørður

Arnafjøður ist ein kleines Dorf, welches an einem nach Süden geöffneten Fjord liegt. Es zeichnet sich durch eine relativ sonnige Lage aus. Außerdem gibt es hier die kleinste Fischfabrik der Färöer.


Norðtoftir, Depil, Norðdepil (und Hvannasund)

Diese Dörfer liegen an der Ostküste von Borðoy an der Stelle, wo die Insel durch den Damm mit Viðoy verbunden ist. Auf diese Weise bilden sie mit dem Dorf Hvannasund auf Viðoy praktisch eine Einheit.

Hvannasund ist zwar das ältere Dorf, Norðdepil heute das größere. In Norðdepil lag früher eine Walfängerstation. Heute gibt es dort eine Fischfabrik. Bei Norðdepil liegt der zur der Kirche in Hvannasund gehörige Friedhof.

Depil soll Mitte des 16. Jh. von einem Fischer, der weiter südlich wohnte, als Wetterschutz in der Nähe seiner Fischgründe angelegt worden sein.


Muli

Dies ist ein winziges Dorf, dessen abgeschiedene Lage man am besten von Viðareiði auf Viðoy bewundern kann. Dort wohnte laut einer Sage einmal ein Mann namens Guttormur, der einige von einem Priester ins Meer geworfene Bücher fand, und aus diesen sehr viel Kraft zog. Heutzutage ist der Ort soweit ich weiß verlassen, obwohl bereits eine Straße dorthin gebaut wurde.


Skalatoftir

Diese Siedlung wurde im Laufe seiner Geschichte mehrmals aufgegeben und wieder besiedelt. 1914 wurde der Ort zum letztenmal verlassen. Abgesehen von der am frischeren Grün erkennbaren Indmark sind dort kaum noch die Grundmauern der Häuser zu sehen. Der Besuch lohnt meiner Meinung nach den ermüdenden Marsch an der Küste entlang nicht.
Homepage     Färöer(Titelseite)     Inselbeschreibungen(Index) by Michael Becker, 4/1998. Letzte Änderung: 5/2000.