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Die Färöer

(englisch: Faroes; dänisch: Færøerne; färingisch: Føroyar)

Klaksvik

Die Färöer sind eine kleine Inselgruppe, die man auf der Landkarte ungefähr in der Mitte zwischen Schottland und Island findet. Das nächste Land sind die Shetland-Inseln, die knapp 300km entfernt liegen. Man unterteilt die Färöer in insgesamt 18 gebirgige Inseln, denen zahlreiche Schären und Felsen vorgelagert sind.

Auf ihnen leben außer ca. 45000 Einwohneren im wesentlichen noch Schafe und Seevögel. Wegen der Schafe gibt es auf den ganzen Inseln, abgesehen von den Gärten und einigen Plantagen in den Städten, keinerlei Bäume und Sträucher. Sie sind also fast ausschließlich von Gras überwachsen. Dies und die waagerecht verlaufenden Basaltschichten, die mit flacheren Stücken abwechselnde Steilstufen bilden, verleihen den Inseln ihr Aussehen.

Charakteristisch sind außerdem das milde Klima und das notorisch schlechte und launische Wetter: An rund zwei von drei Tagen regnet es, und auch Nebel ist sehr häufig.

Die Färöer wurden im 8. Jh. von irischen Einsiedlern bewohnt, die auch die Schafe mitgebracht hatten. Ca. 100 Jahre später wurden sie offenbar von norwegischen Wikingern vertrieben. Aus dieser Zeit stammt auch ihr Parlament; die Hauptstadt Torshavn (sprich: Torschaun) war der Thingplatz. Heute sind die Färöer ein teilautonomes Gebiet innerhalb des dänischen Königreiches. Sie haben eine eigene Flagge, ein eigenes Postwerk etc., und sind nicht Mitglied der EU.

Fischerei (Fischfang und Fischzucht) ist der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweit auf den Färöern. Ca. 95% der Exporte sind Fische und Fischprodukte, und mehr als 25% der Erwerbstätigen arbeiten in dieser Branche. Außerdem gibt es noch Schafzucht. Die Landwirtschaft beschränkt sich hauptsächlich auf die Ernte des Heus, mit dem die Schafe im Winter gefüttert werden, außerdem gibt es Kartoffel- und Rhabarberanbau.

Auf meiner zweiten Homepage befindet sich auch ein kleines Foto-Album über die Färöer.


Homepage by Michael Becker, 4/1998. Letzte Änderung: 5/2005.