Chili-Sorten mit T

Tabasco

Art: C. frutescens

Aussehen: 3-4cm lang und 0,6-1cm breit. Von der Farbe her blaßgelb, orange, meist aber rot. Konisch und nach vorne mehr oder weniger spitz zulaufend. Oberfläche glatt und glänzend. Die Früchte stehen wir bei allen Sorten der Art aufrecht an der Pflanze.

Geschmack: Schärfegrad 8-10. Mit einem typischen, schwer zu beschreibenden Eigengeschmack.

Bemerkungen: Das Fruchtfleisch dieser Sorte ist relativ saftig. Sie eignet sich deshalb nicht so gut zum trocknen, aber ausgezeichnet für scharfe Würzsoßen.

Die Sorte wurde Mitte des 19.Jh. aus den Sorten "Mississippi Sport" und "Louisiana Sport" gezogen. Die Familie McIlhenny stellte daraus ihre "Tabasco-Sauce" her, welche heute weltweit vertrieben wird. 1960 vernichtete eine Seuche fast alle Tabasco-Pflanzen. Einige Jahre später kam eine resistente Sorte, der "Greenleaf-Tabasco" auf den Markt. Die meisten heute angebotenen Tabasco-Samen gehören zu hierzu.

Die berühmte Tabasco-Sauce besteht außer aus den Chilies im wesentlichen noch aus Salz und Essig.

Die Pflanzen waren bei mir völlig unproblematisch. Sie trugen reichlich, sind allerdings nicht sehr groß geworden. Als Pflanzabstand reichen 25-30cm aus.

Tepin

Tepin-Pflanze

Art: C. annuum var. glabriusculum

Aussehen: Kugelförmig bis kurz konisch. Ca. 0,6cm breit und 0,5-1cm lang. In reifem Zustand rot bis schwarz-rot. Die Früchte sehen wir kleine Beeren aus (was sie botanisch gesehen auch sind).

Geschmack: Schärfegrad 10.

Bemerkungen: Dies ist vermutlich die Wildart der Chilies. Sie wird auch oft Chiltepin genannt. Sie wächst in Mittelamerika oft wild in Gärten, an Zäunen oder allgemein an Plätzen, an denen sich Vögel aufhalten. Diese fressen nämlich gerne die kleinen roten Beeren, deren Schärfe sie nicht schmecken. Dadurch verbreiten sie die Samen der Pflanze. Deshalb wird der Tepin genauso wie der nahe verwandte Pequin im englischen auch manchmal "Vogel-Chili" (Birds Chile oder Birds Eye Chile) genannt.

Da die Samen normalerweise vor dem Keimen einen Vogeldarm passiert haben, ist es angeblich hilfreich, sie längere Zeit in warmem Wasser einzuweichen. Außerdem brauchen Tepin-Pflanzen angeblich nur einen halbsonnigen Standort, da sie wild häufig in Gebüschen wachsen, in denen sich eben Vögel aufhalten. Hohe Temperaturen lieben sie aber natürlich wie alle anderen Sorten auch.

Thai

getrocknete Thai

Art: C. annuum var. annuum

Aussehen: Von der Form her lang und schmal, vorne fein zugespitzt. In reifem Zustand leuchtend rot. Über die Größe habe ich völlig verschiedene Angaben gefunden. Die Chilies, die ich bei mir als Thai gezogen habe, waren 3-4cm lang und 0,5-1cm breit.

Geschmack: Schärfegrad 7-8. Mit geradlinig scharfem Geschmack.

Bemerkungen: Diese Sorte ist vor allem in Südostasien verbreitet. In Thailand werden die Früchte als "Prik" bezeichnet.

Aufgrund des dünnen Fruchtfleisches eignet sich diese Sorte ausgezeichnet zum Trocknen. Das Bild zeigt getrocknete Früchte aus eigener Ernte von 1998.

Die Pflanzen waren auf meinem Balkon sehr unproblematisch, auch wenn sie im Herbst etwas früher eingingen, als die Cayenne-Pflanzen. Pflanzabstand war wie üblich ca. 35cm.

by Michael Becker, 8/1999. Letzte Änderung: 9/1999.