Chili-Sorten mit P

Paprika (Gemüsepaprika)

Art: C. annuum var. annuum

Aussehen: Von der Form her blockförmig - rechteckig. (Es gibt aber abweichende Züchtungen.) 10-15cm lang und 8-10cm breit. Oft mit eingesunkener Spitze. Frucht oft mit tiefen Furchen. Die Farbe in reifem Zustand kann verschieden sein (rot, gelb, violett, purpur oder braun).

Geschmack: Schärfegrad 0(-1). Mit dem bekannten Paprika-Geschmack.

Bemerkungen: Diese "Chili-Sorte" kennt wohl jeder. Im englischsprachigen Raum wird sie als "bell pepper" bezeichnet.

Wirtschaftlich gehören die hierzu gehörenden Züchtungen zu den wichtigsten. Die Früchte lassen sich als Gemüse, für Salate oder zum Füllen verwenden, taugen aber kaum als Gewürz. Vom Geschmack her sind reife (rote) Früchte her besser als die noch grünen. Allerdings lassen sich die unreifen grünen besser lagern und transportieren. Die andersfarbigen Paprikas sind hauptsächlich holländische Züchtungen.

Die ersten solchen milden Gemüsepaprikas wurden Ende dess 17. Jh. aus Panama beschrieben.

Pasilla

Vergl. Chilaca.

Peperoni

Art: C. annuum var. annuum

Aussehen: Früchte glänzend rot oder grün. Ca. 10cm lang. Schmal und glatt.

Geschmack: Schärfegrad 6.

Bemerkungen: Die Chilis, die hier üblicherweise unter dem Namen "Peperoni" verkauft werden, werden auch "Dutch Green" und "Dutch Red" genannt. Sie wurden in Holland für den Massenmarkt entwickelt. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Abkömmling indonesischer Cayenne-Pflanzen.

Peperoncini

Art: C. annuum var. annuum

Aussehen: Früchte gelbgrün bis rot, manchmal auch grün. Ca. 7-8cm lang und 1,5cm breit. Oberfläche etwas faltig.

Geschmack: Schärfegrad 5.

Bemerkungen: Hierbei handelt es sich um den typischen Pizza-Belag. Die Früchte sind aber auch für Salate gut geeignet. Man bekommt sie meist eingelegt in Gläsern zu kaufen. Angebaut werden die Peperoncinis meist in Italien.

Pequin

Pequin

Art: C. annuum var. glabriusculum

Aussehen: Form kurz konisch. Ca. 0,6cm breit und 1-2cm lang. In reifem Zustand rot.

Geschmack: Schärfegrad 10.

Bemerkungen: Hierbei handelt es sich um eine halbwilde Abart des Tepin mit etwas größeren Früchten. Alles was dort gesagt wurde, gilt auch hier. Die Sorte wird auch häufig "Chilpequin" genannt. Der Namen kommt von "pequeño" - "klein".

Genau wie der Tepin wächst der Pequin relativ langsam. Bei mir blieben die Pflanzen relativ klein und trugen erst im zweiten Jahr. Das Bild zeigt die Früchte, von denen ich die Samen haben. Ich habe sie in einem Asien-Laden gekauft. Als Herkunftsland war Malawi (Afrika) angegeben.

Pequins eignen sich dazu, Gerichten eine unglaubliche Schärfe zu geben.

Poblano (Ancho, Mulato)

Art: C. annuum var. annuum

Aussehen: 10-15cm lang und 6-7cm breit. In reifem Zustand dunkelrot oder braun. Fruchtform konisch, ein wenig eingedellt. Mit dickem Fruchtfleisch. In getrocknetem Zustand (als Ancho oder Mulato. s.u.) dunkelbraun und runzlig.

Geschmack: Schärfegrad 3-5. Der Mulato hat ein reiches und tiefes Aroma, welches zu Schokolade paßt.

Bemerkungen: Getrocknete rote Poblanos heißen Anchos, getrocknete braune Poblanos heißen Mulatos. Frische Poblanos werden hauptsächlich in noch grünem Zustand verwendet, und zwar hauptsächlich für Chile rellenos und in Streifen für Suppen. Sie sollten vorher entkernt und gehäutet werden.

Der Name Poblano bedeutet so viel wie "aus Pueblo", einer Stadt in Mexiko. Es handelt sich um eine sehr alte Sorte. In weiten Teilen Mexikos ist der Poblano relativ verbreitet. In Kalifornien wird er häufig fälschlicherweise als Pasilla bezeichnet.

Mulatos und Anchos werden für Soßen und in Chilis verwendet. Außerdem werden sie in industriellem Maßstab zu Chili-Pulvern zermahlen. Der Mulato kann bei Speisen, die Schokolade enthalten, dazu verwendet werden, das Schokoladenaroma zu verstärken.

Poinsettia

Poinsettia

Art: C. annuum var. annuum (?)

Aussehen: Früchte aufrecht stehend, in Büscheln angeordnet, 8-12cm lang, spitz zulaufend, leuchtend rot. Die Blätter der Pflanze sind auffallend dunkel grün.

Geschmack: ? (wird sich im Herbst herausstellen).

Bemerkungen: Obwohl man die scharfen Früchte dieser Sorte ohne Probleme zum Kochen verwenden kann, wird sie meistens als Zierpflanze gehalten, bzw. Früchte und Blätter werden zum Dekorieren von Speisen verwendet. Wegen der leuchtend roten Früchte und dem dunklen Laub eignet sie sich nämlich recht gut dazu.

Die Pflanzen brauchen recht lange von der Keimung bis zur Fruchtreife.

by Michael Becker, 8/1999. Letzte Änderung: 5/2000.